Glück

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Hier noch schnell ein kurzer Lagebericht, bevor es wieder ab in die stromlose Welt geht.

Gestern sind wir nach einer regenreichen Nacht mitgefahren, um die Regenmesser zu überprüfen. Das wird hier im NamibRand Nature Reserve nach jedem Regen gemacht, um einen Überblick über die Niederschlagsmenge zu bekommen.

Nach ungefähr einstündiger Fahrt hatten wir ein Glück, das vielen hier nach zehn Jahren living in Namibia nicht vergönnt ist: wir haben einen ausgewachsenen riesigen Leoparden gesehen!!!Alle waren total neidisch, weil das hier eine echte Seltenheit ist und immer ein wunderschönes Erlebnis. Wie man auch auf den Fotos sehen kann, hat er sogar richtig für uns posiert 🙂 er blieb einfach stehen und schaute uns an…! Wahnsinn! und dann rannte er in einem Affenzahn weg und in die Berge. Mann, das war schön!

Ja, und wegen der Regenzeit sind hier jetzt auch endlich die Tiere angekommen und versammeln sich um die Wasserlöcher und können sich dick und rund fressen und ganz viele Babys machen 🙂

Allerdings bringt der Regen auch allerlei Insekten mit, die einem ständig auf den Kopf fallen oder stechen wollen oder dich wie wild ankrabbeln…brrrr. naja, desensibilisierung ist angesagt. Gestern Abend habe ich draußen geschlafen, weil es im Zimmer unerträglich heiß war und am nächsten Morgen hatte sich eine Spinne in meiner Hose (die neben der Matratze lag!) schon ein fettes Nest gebaut…..heute Nacht schlafe ich dann wohl wieder IM Zimmer 😉

okay, so weit so gut und viel spass beim Lesen!

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Feuer im Busch!!

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So, eigentlich hatten wir uns auf einen entspannten Sonntag gefreut, wir wollten die Farm NaDEET (Namib Desert Enviromental Education Trust) besuchen, als uns Peter sagte, dass wir uns was anziehen sollten, auf einer Nachbarfarm hat der Blitz ein Feld in Brand gesetzt. Also, die mobile Tragkraftspritze auf den Landcruiser, Wasser auffüllen und los ging es. Wieder ein neues Gefühl, auf einer unbefestigten Straße (Pad) hinten auf der Ladefläche zu stehen und mit 120 km/h zum Brand zu fahren.

Dort angekommen waren schon viele umliegende Farmer dabei, das Feuer zu bekämpfen. Die Flammen waren teilweise bis zu 2 Meter hoch, erstreckten sich ueber eine Laenge von ca. 500m und der Wind tat sein Bestes, um den Brand noch zu beschleunigen. Nach ca. 2 Stunden hatten wir den Brand unter Kontrolle gebracht. Da es noch zwei weitere Brände in der Nähe gab, ließen wir die Pumpe noch einsatzbereit auf dem Landcruiser, und kümmerten uns erstmal um unseren eigenen Brand, den wir jedoch wesentlich schneller löschen konnten! (-; Also auf bald, Flo und Hanna

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Ein herzliches Hallo an alle Frierenden!!!

So, die 1. Woche ist rum und wir haben Zeit für einen kleinen ersten Bericht. Flug, Landung und Passkontrolle, alles ok. Dann der erste Hitzeschock, vom kalten München (hier ein großes Dankeschön an Cati für die nette Unterkunft!!!)in das sonnige Namibia. Wir fragen uns, wofür wir lange Sachen mitgenommen haben, 35-40 Grad im Schatten, heiß aber genau das Richtige!!!

Nachdem wir uns mit Franzi, unserer Freundin hier in Namibia, den Park in Windhoek angeschaut haben, gleich die erste Überraschung, man erwartet halt nicht unbedingt, von 2 Einheimischen in einem perfekten schwäbischen Akzent angesprochen zu werden. Sehr nette Guys, und natürlich waren wir die ersten 50Dollar (5€) los. Als nächstes ging es nach Maltahöhe zu Franzis Mutter Lindy, eine sehr rüstige 82jährige Namibianerin. Wir lernten auch gleich den Hotelbesitzer von Maltahöhe kennen und durften uns schon mal ein Bild machen, was manche Leute von den Einheimischen halten, nämlich nicht allzuviel (sehr gelinde ausgedrückt). Dazu muß man aber sagen, dass dieser vor einigen Monaten eine Schießerei überstanden hat, allerdings an einem anderen Ort, also liebe Eltern sorgt Euch nicht.

 Am nächsten Tag ging es dann auf unsere Farm namens Nudupsdrift, nach 3 Stunden Fahrt über Staubpisten erreichten wir eine Oase mitten auf einem doch sehr kargen Farmland mit 17.000 Hektar Größe. Auf unserer Farm entdeckten wir recht schnell Springböcke, Warzenschweine, Strauße und zu unserer Überraschung leben hier auch einige wilde Genet Katzen. Das Haus ist etwas renovierungsbedürftig, doch wir beginnen sofort mit allem Eifer: Kühlhaus reparieren, Türen richten, Schränke streichen, etc… Beim Stöbern im Haus wird uns klar, dass Franzis verstorbener Bruder ein Ingenieursgenie gewesen sein muß, Er hat für so ziemlich alles eine Maschine entwickelt,u.a. eine 4Meter große Satelittenschüssel gebaut, sogar ein komplettes Auto hat er selbst konstruiert, dem ich mich erstmal widmete. 2 Tage hier und ich liege unter einem Auto, lekker!! Nach 2 Stunden lief der kleine Buggi, 13 Ps Hondamotor, 4-Gang Getriebe mit Kardanwelle, ca. 60 km/h spitze, nur eine Bremse hat es nicht, also heißt es erstmal offroad ohne Bremsen üben!! Ansonsten heißt es den auf der Seite liegenden T2 inspizieren, den kaputten Landrover, die Toyotawracks und den Nachkriegs-Lkw anschauen. Absoluter Wahnsinn, wir haben einen eigenen kleinen Schrottplatz. In der Werkstatt lagern alle Teile mit denen man noch einige Autos bauen könnte, allerdings wurde das meiste Werkzeug leider gestohlen, aber auch hier zeigt sich, dass Improvisation alles ist.

Wir müssen dringend ausmisten, Tierfallen der übelsten Art lagern hier seit Jahrzehnten und viel weiterer Schrott, den es zu entsorgen gilt. Wir arbeiten die ersten 4 Tage, genießen abends bei Petroleumlaternen die zirpenden Grillen und den Blick auf die Milchstraße. Leute, wißt ihr wie viele Sterne es gibt? In einem Haus ohne Strom und ohne störendes Licht, einfach Atemberaubend!!!

Der Streß der letzten Monate macht sich nun bemerkbar, ich bekomme eine ausgewachsene Gürtelrose. Wie war das doch gleich? Der nächste Arzt mit Apotheke ist 160km entfernt, also ein 35 Jahre altes Medizinbuch zu Rate ziehen, mit Jodsalbe und Babypuder behandele ich mich selbst und siehe da, mit Erfolg. Die Ruhe scheint den Rest zu machen, ich kann die Ausbreitung stoppen und es beginnt abzuheilen, ich hoffe, das in 10 Tagen alles überstanden ist. Hier heißt es eben improvisieren!

Als nächstes fahren wir zu Peter, Franzis Mann, auf die Farm Aandster, dir direkt an der Wüste liegt, hier haben wir einen atemberaubenden Blick auf das Weite Feld, überall Geckos, wir sehen Oryxantilopen, Echsen, krasse Spinnen und immer wieder Springböcke und Strauße. Als ich die deutsche Zeitung Namibias aufschlage, der erste Schock, was ist das? Reichskriegsfahnen, Schwarz-weiß-rote Fahnen und ein 2 seitiger Bericht über das Reiterdenkmal der ehemaligen Schutztruppen, schade, das wirft kein gutes Licht auf die Deutsch-Namibier. Abends genießen wir die Fahrt auf der Ladefläche eines Toyota Landcruisers, wir fahren durch die Steppe, vorbei an vielen Tieren zu einer wunderschönen Düne, wo wir einen fantastischen Sundowner genießen.

So ich hoffe ihr konntet einen kleinen Eindruck bekommen, wir bleiben dran. Dann zieht Euch mal schön warm an, die Sonne ist wohl erstmal hier zu Besuch!! (-; Es grüßen Flo und Hanna

Hello World

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Hallo Freunde, Verwandte und Bekannte!!!

Nun ist es soweit, wir sind auf dem Weg nach Namibia!! Vor uns liegt ein Jahr Natur, Ruhe, wilde Tiere und unberührtes

Gelände, welches wir mit Allrad-Unterstützung erkunden wollen.

Wir hoffen, dass Euch unsere kleine Seite gefällt, wir versuchen sie immer wieder zu aktualisieren, um Euch auf dem Laufenden zu halten.

Unser neues Heim!

Unser neues Heim!

Grüne Wüste!